Heldenkram • 18.01.2007
Rollenspieltheorie…
… war mir eigentlich immer ein wenig “suspekt”.
Ich konnte nie so recht nachvollziehen, warum man das Hobby derart “theoretisieren” muss. Dutzende von mehr oder weniger wissenschaftlichen Begriffen, Abkürzungen, Prinzipien und Phänomenen. Wer denkt sich denn sowas aus? Und wer braucht sowas? Lange Zeit habe ich das einfach in dem Ordner “Hardcore-Nerds” abgelegt
.
Das hat bei mir schlichtweg am fehlenden Bedarf gelegen - ich hatte also nie das Verlangen danach, herauszufinden warum mir bestimmte Dinge beim Spielen mehr, weniger, oder gar nicht gefallen. Ich habe einfach die entsprechenden “Komponenten” angepasst oder ersetzt. Aber da liegt der Hase schon im Pfeffer: dieses Anpassen oder Ersetzen ist immer “Frei Schnauze” erfolgt. Quasi aus dem Bauch heraus, und in der Hoffnung, die gewünschten Effekte würde schon so irgendwie durch die erwähnten Anpassungen hervorgerufen. Meistens hat das ja auch so hingehauen - zumindest so einigermassen. Schliesslich kennt man seine eigenen Präferenzen, die der Gruppe, und wenn man ein Produkt schon einige Zeit bespielt hat, entwickelt man auch dafür so ein Gefühl was passen könnte und was nicht.
Gesetzt den Fall, dass die gewünschten Effekte aber nicht eingetreten sind, stand ich auf dem Schlauch, und hatte kein Werkzeug an der Hand, um gezielt an den Parametern zu schrauben und Feintuning zu betreiben. Neues Jahr - neue Vorsätze: alles wird besser. Entdeckt hatte ich das Thema zwar schon viel früher (wäre wohl auch ziemlich schwer gewesen, als Rollenspieler im Internet nicht mit dem Thema in Berührung zu kommen…), aber wie schon erwähnt hatte ich nie das Bedürfnis, mich damit zu beschäftigen. Frei nach dem Computer-Motto “never change a running system” hatte ich immer unterschwellige Bedenken, mir und den Mitspielern durch eine allzu theoretische Betrachtungsweise den Spass (oder zumindest einen grossen Teil daran) zu rauben. “Watt de Buur nit kennt, datt frisst de nit”, und immerhin hat das zocken bisher ja immer (naja, fast immer) auch ohne theoretisch-wissenschaftlichen Hintergrund Spass gemacht.
So langsam ist mir aber aufgegangen, das das alles eine Frage der Präsentation ist. Und wenn man Spieler- und Charakterwissen voneinander trennen kann, dann kriegt man das sicher auch mit RPG-Theorie und Spielpraxis hin! Ich bin selbst sehr gespannt, ob ich es schaffe, dem Thema etwas für mich verwertbares abzuringen - oder ob mich das Thema schafft. Könnte ein “Abenteuer” der ganz ander Art werden… .
“Schaun ´mer mal”, wie der Teamchef zu sagen pflegte!
Geschrieben von:
Präsi ... redet Tacheles:
Ich bin mit Baujahr 1970 gewissermassen der "alte Sack" des Teams. Da ich auf Grund meines Alters auch nicht mehr so recht belastbar bin, fallen meine Zuständigkeiten hier auch eher bescheiden aus: eigentlich hole ich nur die Getränke! ;-)
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